Schwitzen – Was hilft?

Was tun gegen starkes Schwitzen?


Schwitzen
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Du leidest unter extremem Schweißfluss und suchst nach einer Lösung? In Deutschland leiden mehr als zwei Millionen Menschen unter diesem Problem. Doch leider gehören Schweiß und Körpergeruch immer noch zu den Tabuthemen unserer Gesellschaft.

Gegen starkes Schwitzen:

Dabei ist Schwitzen eine natürliche Reaktion Deines Körpers. Der Mensch besitzt zwei bis drei Millionen Schweißdrüsen. Die in der Haut verteilten Schwitzorgane sondern bereits im Ruhezustand zwischen einem halben und einem Liter Schweiß ab. Bei zu hohen Außentemperaturen, körperlicher Anstrengung, Aufregung, Zorn oder Angst beginnen wir, je nach Veranlagung, mehr oder weniger zu schwitzen. Der Schwitzvorgang ist ein lebenswichtiger Prozess. In erster Linie schwitzt Du, um Deinen Körper zu kühlen und überschüssige Wärme abzuleiten. Zudem werden Schadstoffe und überflüssiges Salz ausgeschieden.

Schwitzen – wie kannst Du Schweißgeruch häufig vermeiden?

Schwitzen Schweißgeruch
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Die Schweißflüssigkeit selbst ist geruchsneutral. Der Schweißgeruch ist die Folge von Bakterien, die sich permanent auf Deiner Haut befinden und die Stoffe des Schweißes zersetzen. Während des Zersetzungsprozesses entsteht der typische Schweißgeruch.

Schwitzen Körperhygiene
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Die wichtigste Gegenmaßnahme ist die gründliche, tägliche Körperhygiene und Rasur der Achselbehaarung sowie der regelmäßige Kleidungswechsel. Dadurch lässt sich der bereits vorhandene Schweißgeruch entfernen und wird nicht durch den nachfließenden Schweiß weiter ausgeprägt. Bei übermäßigem Schwitzverhalten reichen diese Maßnahmen allein allerdings nicht aus.

Schwitzen – viele Menschen leiden unter übermäßigem Schwitzverhalten

Die Ursachen für übermäßiges Schwitzen sind unterschiedlich. Gründe hierfür können körperliche Beeinträchtigungen sein. So treten beispielsweise bei Hormonstörungen und Kreislaufproblemen derartige Begleiterscheinungen auf. Einige Menschen schwitzen jedoch übermäßig viel aufgrund einer Überfunktion der Schweißdrüsen, auch Hyperhidrose genannt.

Starkes Schwitzen
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Bei der krankhaft vermehrten Schweißproduktion bilden sich in den verschiedensten Körperregionen ganze Schweißbäche. Die lästigen Schwitzfolgen werden als beschämend und störend empfunden. Ferner beeinträchtigen sie den kompletten Alltag der Erkrankten. Außerdem büßen Menschen, die permanent nass geschwitzt sind und deren Bekleidung ständig dunkle Flecken im Achselbereich aufweist, einiges ihrer Lebensqualität ein. Häufig sind Personen, die viel schwitzen sozial gehemmt. Ihre Mitmenschen halten sie in vielen Fällen für unsauber. Der Leidensdruck aller Betroffenen ist in der Regel sehr hoch.    

Schwitzen – was kann bei krankheitsbedingtem Schweißfluss helfen?

Schwitzen Produkte
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Der Handel verfügt über vielerlei Mittel gegen Schwitzen. Die schweißhemmenden Produkte reichen über Körperpuder und Deodorants bis hin zu Antitranspirantien. Doch bei diesen „Schweißkillern“ besteht je nach Verträglichkeit und Inhaltsstoffen oft die Gefahr einer allergischen Reaktion (Kontaktekzem). Diese macht sich durch Spannungsgefühle und Hautausschläge bemerkbar.

 

 

Empfehlenswert sind Achselpads, neben vertrauenswürdigen Deodorants sowie Antitranspirantien. Sie gelten als wirksames und vor allem hautfreundliches Mittel gegen Schwitzen.

Schwitzen – sind natürliche Heilmittel eine Alternative?

Häufig eignen sich Naturheilmittel sowie alte, überlieferte Rezepturen tatsächlich als sanftes Mittel gegen Schwitzen. Vielfach besitzen Hausmittel sogar eine medizinische Komponente. Auf jeden Fall können sie eine wirksame Behandlungsergänzung darstellen.

 

Viele Extremschwitzer schwören auf ihr ganz persönliches Mittel gegen Schwitzen: Dazu wird aus 30 g Wallnussblättern, 40 g Eichenrinde und 20 g Thymian ein Sud produziert, der in einem Liter Wasser etwa 10 Minuten lang kochen muss. Um ihren Schweißfluss zu bremsen, reiben die Betroffenen ihre schwitzenden Körperteile regelmäßig mit der abgekühlten Flüssigkeit ein.

Schwitzen Hausmittel
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Bereits seit geraumer Zeit ist die ganzheitliche Wirkung von Apfelessig bekannt. Auch als Mittel gegen Schwitzen soll der Obstessig wahre Wunder bewirken. Dazu wird ¼ Liter Apfelessig mit ¼ l Wasser verdünnt. Das Gemisch sollte sanft in die Haut eingerieben und besonders unter den Achseln sorgfältig einmassiert werden. Das Mittel gegen Schwitzen verhindert, dass die Schweißdrüsen geruchsverursachende Bakterien bilden.

Überdies gilt Salbeitee unter Pflanzenkennern als hervorragendes Mittel gegen Schwitzen, da die enthaltenen ätherischen Öle die Nervenenden der Schweißdrüsen angreifen sollen. Die Zubereitung gestaltet sich einfach: Übergieße zwei Teelöffel getrockneter Salbeiblätter mit ¼ Liter Wasser und lasse das Ganze etwa zehn Minuten ziehen, bevor Du es abseihst. Salbeitee in Beutelform soll eine ähnlich schweißhemmende Wirkung besitzen. Genieße jeden Tag zwei Tassen des Tees entweder heiß oder kalt.